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Die Politik braucht Reformen – der DFB auch.

02.07.2026

Der deutsche Fußball hat den Anschluss an die Weltspitze verloren. Und das schon seit 2014. Man hat aus nostalgischen Gründen an Jogi Löw festgehalten, obwohl allen klar war, dass er mit seinem Latein am Ende war und junge Wilde nicht ins Nationalmannschaftsgefüge integrieren konnte. Auch Hansi Flick konnte nicht Nationalmannschaft, sondern – wie er in Barcelona beweist – Vereins-Spitzenfußball mit angekauften Söldnern. Julian Nagelsmann hat es in den vergangenen Jahren auch nicht geschafft, ein Nationalteam zu formen, das in sich geschlossen war und wieder im Weltfussball eine Rolle spielen konnte. Deutschland ist nach den Pleiten gegen Ecuador und Kolumbien auf Platz 10 der FIFA-Rangliste abgerutscht. Nagelsmann experimentierte bis zum Schluss mit einem Flickenteppich. Die Krönung seiner Fehlentscheidungen war, dass er Manuel Neuer zurückgeholt hat. Dieser hatte aus gutem Grund nach der EM 2024 seinen Rücktritt erklärt. Oliver Baumann spielte sich in den Fokus, mit ihm im Kasten gewann Deutschland 10 Spiele in Serie bis zur WM. Dann kam Neuer und kassierte in 3 Spielen 4 Gegentore. Beim bitteren Ausscheiden gegen Paraguay hielt er zwar einen Elfer, seine verunsicherten Mannschaftskollegen verschossen zwei. Und das wars dann. Gentleman Baumann saß auf der Bank, verhielt sich immer mannschaftsdienlich und ist der eigentliche Gewinner der WM.

Nagelsmann verkündete nach dem WM-Aus trotzig, dass er bleiben werde. Er besitzt einen gut dotierten WM-Vertrag beim DFB bis 2028. Wer da nicht die Dollar-Zeichen in den Augen des Fußballehrers sieht, ist mit Blindheit geschlagen. Ob Jürgen Klopp sich erweichen lässt, der bei Red Bull mehr verdient als er beim DFB verdienen würde, wird sich zeigen. 15 Millionen sind es bei Red Bull, 4,8 Millionen verdient Nagelsmann beim DFB. Und ob Kloppo Nationalmannschaft kann oder nur Vereinsfußball mit angekauften Söldnern wie in Liverpool ist auch nicht sicher. Der DFB muss jetzt kluge Entscheidungen treffen. Ich hoffe auf Tante Käthe – es gibt nur ein Rudi Völler!